 |
|
Der Waltensburger
Meister
Die reformierte Dorfkirche ist ein Kleinod unter den
Kirchen. Sie wurde im 11. Jahrhundert als Kapelle in
Saalform erbaut und den Heiligen Desiderius und Leodegar geweiht. Täglich
offen zwischen 9.00 und
17.00 Uhr. Ein Kunstführer ist am Eingang beziehbar.
In der Kirche Waltensburg entdecken die Besucher, wie
ein grosser Mystiker unter den Malern die letzten Tiefen
unserer Existenz auszuloten vermag. Die Malereien des
Meisters, von dem weder Name noch Herkunft bekannt sind,
gehören zu den besten frühgotischen Werken
der Schweiz. Weil er seine bedeutendsten Werke in Waltens-burg
hinterlassen hat, wird er auch der Waltensburger Meister
genannt. Er zählt unzweifelhaft zu den grossen seiner
Zunft und war in der Gotik und Mystik, aber auch in der
italienischen Kunst und Freskomaltechnik bewandert.
Um 1330 war die zuvor vergrösserte Kirche auszumalen.
Was dürfte diesen begnadeten Maler bewogen haben,
sich nach Waltensburg zu begeben, um hier sein Meisterwerk
zu erstellen? Wer hat ihn hier bezahlen können?
Die wenigen Einheimischen wohl kaum. Geld war um diese
Zeit wenig im Gebrauch. Fragen über Fragen, die
bis heute niemand beantworten konnte. |